Schwäbisch Hall, November 2008. Der Bestand an Fahrzeugen in Westeuropa, deren Motoren mit Turboladern ausgestattet sind, hat sich seit dem Jahr 2000 bis heute mehr als verdoppelt. Und der Wachstumstrend hält an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Turbomotoren überzeugen durch niedrigen Kraftstoffverbrauch, verbesserten Motorwirkungsgrad, optimierte Abgaswerte und die thermische Entlastung des Motors. Außerdem lassen sich damit Leistungssteigerungen im gesamten Drehzahlbereich erzielen. Als Folge der zunehmenden Marktdurchdringung können sich die freien Werkstätten also auf wachsenden Reparatur- und Servicebedarf einstellen. In diesem Zusammenhang weisen die Experten von Behr Hella Service darauf hin, dass bei einem mechanischen Schaden am Turbolader auch der Ladeluftkühler ausgetauscht werden sollte. Er kühlt die vom Turbolader verdichtete und bis zu 150 Grad Celsius heiße Luft herunter, bevor sie zum Verbrennungsraum des Motors gelangt. Die Kühlung erfolgt über die Umgebungsluft (Fahrtwind) oder das Motor-Kühlmittel. Tritt nun ein mechanischer Schaden am Turbolader auf, ist davon nicht selten auch der Ladeluftkühler betroffen, etwa durch eindringende Metallspäne. Wenn diese sich lösen und vom Motor angesaugt werden, kann das einen folgenschweren Motorschaden nach sich ziehen. Das Spülen oder Reinigen des Ladeluftkühlers empfiehlt sich nach Ansicht der Experten von Behr Hella Service nur dann, wenn sich dort etwa Öl als Folge einer Undichtigkeit des Verdichters gesammelt hat. Bei mechanischer Beschädigung des Turboladers und anschließender Reinigung besteht hingegen die Gefahr, dass nicht alle Späne aus dem Ladeluftkühler entfernt werden. Auch lassen sich zum Beispiel Ladeluftkühler mit Turbulenzeinlagen konstruktionsbedingt nicht spülen oder reinigen. Um weitere Schäden zu vermeiden, sollte der Ladeluftkühler daher getauscht werden.
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